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Jun 04

Pressemitteilung und offener Brief zu aktuellen Berichten rund um das Zentralgebäude der Leuphana

Studierende fordern Fakten statt Gerüchte und Besonnenheit statt Kurzschluss-Reaktionen – Präsidium genießt Vertrauen

Aufgrund aktueller Presseberichte, die unter anderem einige Falschmeldungen enthalten, sehen wir uns, Leuphana gemeinsam gestalten, als größte studentische Liste in der Pflicht ebenfalls Stellung zu den aktuellen Diskussionen rund um das neue Zentralgebäude zu nehmen. Leuphana gemeinsam gestalten ist mit 7 von 17  Sitzen im Studierendenparlament und der Mehrheit mit 2 von 3 studentischen Senatoren die gewählte Vertretung der Mehrheit der Studierenden der Leuphana Universität  Lüneburg. Unsere Aufgabe ist es, die Prozesse und Berichte rund um die Leuphana zu verfolgen und die Interessen der Studierenden zu vertreten.

Zum neuen Zentralgebäude:

Wir sehen es nach wie vor als wichtig für die Entwicklung der Leuphana und im Sinne der Studierenden an, dass das neue Zentralgebäude auf dem Campus entsteht. Nur gemeinsam lässt sich am Hauptcampus das studentische Leben über alle Studiengänge hinweg gestalten. Eine örtliche Trennung, wie aktuell z.B. zu den Ingenieuren am Standort Volgershall, halten wir für falsch. Daher befürworten wir die Schaffung von neuen Seminar-, Vorlesungs- und Forschungsräumen im zukünftigen Zentralgebäude. In diesem Sinne fordern wir die neue Landesregierung, insbesondere Frau Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić (B’90/Grüne) auf, alles für die Schaffung der so dringend benötigten Räume zu tun.

Zur erwartenden  Kostensteigerungen:

Der Presse sind je nach Bericht Kostensteigerungen zwischen 7 und 7,7 Mio. € zu entnehmen. Aktuell stehen uns zu diesem Thema lediglich diese Informationen zur Verfügung. Leuphana gemeinsam gestalten vertritt als größte studentische Liste die Meinung, dass es insbesondere gilt, diesen Mehrbedarf ohne Gelder zu finanzieren, die für die Lehre und damit für die Studierenden zur Verfügung stehen. Der Mehrbedarf muss also durch Drittmittel, Sponsoren oder Landesmittel abgedeckt werden. Außerdem pflichten wir an dieser Stelle Lüneburgs Oberbürgermeister Mädge bei, der sich wie wir nicht über eine  derartige Kostensteigerungen wundert. Martin Püschel, stud. Senator dazu: „Wer glaubt, ein öffentliches Bauprojekt könne gänzlich ohne Kostensteigerungen umgesetzt werden, ist nicht realistisch. Wir haben immer mit derartigen Mehrkosten gerechnet und gehen daher fest davon aus, dass diese Finanzierungslücke geschlossen werden wird“.

Zu den Ermittlungen der Antikorruptionsbehörde OLAF:

„Personelle Konsequenzen zu fordern ist übereilt und falsch“, so der stud. Senator Oliver Engelken. „Wir gehen davon aus, dass sich die Vorwürfe klären und dass unser Präsidium alles Notwendige tun wird, um zur Klärung  der Vorwürfe beizutragen“.

Die Fördergelder der EU sehen wir maximal zu einem absolut geringen Teil als gefährdet an. „Von einer Gefährdung der gesamten EU-Fördergelder zu sprechen ist schlicht falsch“, so der stud. Senator Martin Püschel. Unseren Informationen zu Folge existiert aktuell kein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Verden, von dem wiederholt in der Presse die Rede ist.

Wir bitten ebenfalls die Pressemitteilung des AStA der Leuphana Uni Lüneburg zur Kenntnis zu nehmen, hier eine Kopie, des am 31.05.2013 vom AStA veröffentlichten Textes:

„Der AStA der Leuphana Universität Lüneburg verfolgt mit Sorge die aktuelle Diskussion rund um die Finanzierung des Zentralgebäudes auf dem Hauptcampus. Medienberichte ranken sich um den Bericht der EU-Behörde OLAF und die Diskussion im niedersächsischen Landtag am 30.05.2013 um Finanzierungslücken am Libeskind-Bau.

Wir erwarten eine lückenlose Aufklärung der Ausschreibungsvorgänge und die Klarstellung, wie der durch Bauverzögerungen und Preissteigerungen entstandene zusätzliche Finanzierungsbedarf gedeckt wird. Dabei müssen Gelder aus Töpfen der Lehre und Forschung unangetastet bleiben. Defizite in der rechtlichen Durchführung der Errichtung des Zentralgebäudes, sofern diese nachweislich bestehen, und Defizite in der Kommunikation mit allen Beteiligten müssen ausgeräumt werden.
Der Lüneburger Oberbürgermeister schließt sich der Wissenschaftsministerin an, die in der Landtagsdebatte betont hat, dass Studium und Lehre nicht in Mitleidenschaft gezogen werden dürfen. Oberbürgermeister Mädge betont allerdings ebenfalls: „Es ist bedauerlich, dass die Leuphana Universität negativ in den Schlagzeilen auftaucht. Unsere Region braucht eine starke Universität.“ Er unterstreicht dabei erneut: „In diesem Zusammenhang ist auch der Libeskind-Bau von besonderer Bedeutung.“
„Die Studierendenschaft der Leuphana Universität Lüneburg hat kein Interesse daran, dass der Universität ein Schaden über die notwendige Debatte hinaus entsteht.“, so AStA-Sprecher für Campusentwicklung Lennart Clarke. Ebenso wie der Bürgermeister sehen wir die Entwicklung dieser Universität in der Region als Wachstums- und Entwicklungsfaktor. Die Entwicklungen der letzten Jahre hat viel Aufmerksamkeit in der deutschen Bildungslandschaft hervorgerufen. Wir hoffen daher, dass die Erfolgsgeschichte nun keinen langfristigen Schaden nimmt und erwarten eine schnelle und lückenlose Aufklärung der Vorwürfe. Wir warnen allerdings vor der Infragestellung des Bauvorhabens. Der Bau gilt als Kernbestandteil der universitären Neuausrichtung und klafft als Baustelle mitten auf dem Campus.
„Für die Uni, Stadt und Bildungslandschaft ist eine Bauunterbrechung auf dem Campus nicht hinnehmbar, da die Flächen dringend benötigt werden und die Bauarbeiten zügig beendet werden sollen.“, so Lennart Clarke. Der AStA erwartet von der Landesregierung, dass sie die Unterstützung für diese Uni aufrecht erhält.
AStA-Sprecher für Presse, Keno Canzler: „Eine Aufschiebung oder gar Stilllegung des Bauvorhabens wäre der GAU. Daran haben weder die Leuphana, die Hansestadt Lüneburg noch das Land Niedersachsen ein Interesse.“
Daher fordert der AStA von der Landesregierung, im Speziellen von Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic, dass sie sich klar für diese Universität und vor allem die Relevanz des Zentralgebäudes im Zuge der universitären Entwicklung positioniert, sofern die Kontrollinstrumente zur weiteren Durchführung des Bauvorhabens gefunden sind.
„Wir sind von der Wirkung und Wichtigkeit des Zentralgebäudes als herausragendes Bauvorhaben an einer deutschen Hochschule überzeugt und Unterstützen die positive Gesamtentwicklung der Universität.“, so Keno Canzler.“

Schlussbemerkung:

Wir wünschen uns einen reflektierten Umgang mit der gesamten Thematik und fordern selbstverständlich, dass die Vorwürfe gegenüber dem Präsidium aufgeklärt werden. Diesen Prozess werden wir konstruktiv und kritisch begleiten. Das Präsidium der Leuphana genießt beim momentanen Kenntnisstand unser vollstes Vertrauen und wir sind zuversichtlich, dass der Neubau des Zentralgebäudes schnellstmöglich im Rahmen des geltenden Rechts abgeschlossen wird.

Viele Grüße

Leuphana gemeinsam gestalten

PS: Die Pressemitteilung ist auch hier als .pdf zu finden.

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