Jun 02

Änderungen des Leuphana Semesters

Am letzten Mittwoch wurde im Senat mit knapper Mehrheit weitreichende Änderungen des fächerübergreifenden Methodenmoduls und des Geschichtsmoduls im Leuphana Semester beschlossen.

Diese Änderungen zielt darauf ab, dass im Geschichtsmodul Vorlesung und Seminare in Zukunft besser miteinander verknüpft werden, indem einige Teile der Vorlesung nicht mehr als „Frontalunterricht“ gestaltet werden, sondern für und mit den Studierenden gestaltet werden.

Als wichtiger und schwerwiegender erachten wir von Leuphana Gemeinsam Gestalten allerdings die Änderungen im Methodenmodul.
Hier wird es in Zukunft drei Vorlesungen pro Woche geben, eine zur Wissenschaftstheorie, eine zu Statistik und eine zum Themenfeld Mathematik. Parallel dazu werden außerdem noch sogenannte Vertiefungsseminare angeboten. Der entscheidende Unterschied zur alten Regelung ist dabei, dass alle Vorlesungen von allen Studierenden besucht werden und auch alle drei in der Klausur abgefragt werden.

Der erste Vorschlag des Methodenmoduls sah vor Statistik komplett aus dem fächerübergreifenden Teil des Methodenmoduls herauszunehmen. Diese Änderungen ist den Teilnehmern des QZ Leuphana Semester Anfang März völlig unvorbereitet vorgestellt worden und sollte direkt im Anschluss an diesen QZ auf der Sitzung der „Studienkommission Leuphana Semester & Komplementär Studium“ (StuKo LSKS) beschlossen werden. Aufgrund der unverhältnismäßigen Kurzfristigkeit war es den anwesenden studentischen Mitgliedern möglich, die Entscheidung noch um eine Woche zu vertagen.

In der folgenden Sitzung der StuKo LSKS am 07.05 regte sich dann massiver Widerstand einiger Fachgruppen und der betroffenen Professur für Statistik (Professor Merz). Allerdings wurde den Anwesenden suggeriert, dass aufgrund von Zeitdruck, ein Beschluss gefasst werden müsse, damit der Senat die Änderung noch zum Wintersemester 2014/15 in Kraft setzten könnte. Es wurde daher nach langer und angeregter Diskussion eine Empfehlung an den Senat ausgesprochen, dass die Änderung beider Module beschlossen werden sollte – allerdings nur, wenn ein gewisser Statistik-Anteil erhalten bleibt. Dieser Beschluss führte zum oben Beschriebenen Kompromiss, der am 21.05. mit 7:6:5 (Ja:Nein:Enthaltungen) vom Senat beschlossen wurde.

Dieser Kompromiss ist bereits eine Neukonzeption des Methodenmoduls aus intensiver Arbeit und Gesprächen der letzten zwei Wochen.
Wir von Leuphana Gemeinsam gestalten empfinden es als sehr schade, dass bei solch wichtigen Entwicklungsprozessen die Studierenden, als größte Statusgruppe an einer Universität, erst am Ende des Prozesses mit einbezogen wurden und einmal wieder das Gefühl vermittelt wurde, dass viele Entscheidungen an unserer Uni ohne uns hinter geschlossenen Türen getroffen werden. 

Wir wünschen uns für das nächste Mal eine frühzeitige Information und mehr Partizipationsmöglichkeiten.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.